Der EM-Fahrplan

© Hotel Ermitage
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Nach der Saison ist vor dem Turnier: Der EM-Fahrplan der deutschen Nationalmannschaft steht in groben Zügen schon seit vergangenem Herbst fest, und zu Jahresbeginn wurden auch die letzten Testspiele fixiert. Richtig ernst wird es nach Ende der Bundesliga am 14. Mai – an diesem Wochenende werden auch in England, Italien und Spanien die letzten Ligaspiele ausgetragen. Als Termin für die Bekanntgabe des vorläufigen EM-Kaders, der 26 bis 28 Spieler umfassen dürfte, wurde der 17. Mai definiert. Mit dieser Gruppe wird das Trainerteam um Joachim Löw dann am 23. Mai ins Trainingslager aufbrechen. Die Wahl dafür fiel auf einen bereits bekannten Ort, nämlich Ascona am Lago Maggiore oder noch genauer: das Hotel „Giardino“. Hier wohnte das Team bereits während der Europameisterschaft vor acht Jahren. Aus dem damaligen Kader könnten in diesem Jahr allerdings kaum noch Spieler mit dabei sein: Nur die Vize-Europameister Mario Gomez, Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger sind auch 2016 noch für die Nationalmannschaft aktiv. Trainiert wird während der Zeit in der Schweiz im Stadion des FC Ascona.

Die EM-Vorbereitung einiger Spieler könnte allerdings durch die noch stattfindenden Finalspiele in der Europa League (18. Mai), dem DFB-Pokal (21. Mai) und der Champions League (28. Mai) kompliziert werden. Das Nationalteam selbst hat seinen nächsten Spieltermin am 29. Mai, dann geht es in Augsburg gegen die Slowakei, die bei der EM in Gruppe B mit England, Russland und Wales antreten muss. Der 31. Mai  ist dann der letzte Termin für die Nominierung des endgültigen EM-Kaders von 23 Spielern. Am 4. Juni folgt das zweite Testspiel der Vorbereitung: In Gelsenkirchen heißt der Gegner Ungarn – ebenfalls ein EM-Teilnehmer, die Ungarn spielen mit Island, Österreich und Portugal in Gruppe F.

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Zwischen See und Alpen

Drei Tage später, am 7. Juni geht es dann von Frankfurt aus Richtung Frankreich. Das Quartier für das Turnier wurde von Teammanager Oliver Bierhoff bereits im vergangenen Jahr ausgewählt. Die Mannschaft wohnt in Frankreich in Evian-les-Bains, zwischen Alpen und Genfer See. Genau – dort, wo das gleichnamige Mineralwasser herkommt. Das Vier-Sterne-Hotel Ermitage ist gebucht, Trainingsplätze liegen nur einen Kilometer entfernt im örtlichen Stade Camille Fournier. Der nächstgelegene Flughafen ist Genf, in etwa 45 Kilometer Entfernung, von dort wird das Team zu den EM-Spielen fliegen.
Während das deutsche Team weit im Westen Frankreichs residiert, haben sich andere Mannschaften für zentralere Quartiere im Großraum Paris entschieden, so etwa der Gastgeber selbst, der während der EM im Trainingszentrum des französischen Verbandes in Clairefontaine wohnen wird, oder die Engländer, die in Chantilly bei Paris ihre Unterkunft haben. Der Blick auf die Karte der Teamquartiere  zeigt allerdings auch, dass viele Regionen Frankreichs einen EM-Teilnehmer beherbergen werden. Titelverteidiger Spanien etwa residiert in Saint-Martin-de-Re an der Atlantikküste; der erste Gruppengegner Deutschlands, die Ukraine, im Süden in Aix-en-Provence; Belgien zieht es in den Spielort Bordeaux im Südwesten und Kroatien in den Norden nach Deauville.

Doch ob ein Team aus Norden, Süden, Osten oder Westen anreist, aus 50 oder 500 Kilometer Entfernung – am Ende wird das wohl nicht darüber entscheiden, wer am 10. Juli im Stade de France auf dem Platz steht.


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