Stade de Toulouse

© Caroline Léna Becker
Stadion Luftaufnahme

Das Stade de Toulouse, auch Stadium Municipal genannt, also städtisches Stadion, besticht durch seine spezielle Lage im Herzen der Stadt. Auf einer kleinen Insel namens Ramier im Fluss Garonne wurde die Arena für die Weltmeisterschaft 1938 erbaut. Schnell erhielt die Anlage den Spitznamen Mini-Wembley, da sie dem berühmten Vorbild aus London verblüffend ähnelte.

33.000 Fans werden nach den jüngsten Renovierungsmaßnahmen in der kleinsten Arena des Turniers Platz finden, in der auch 1998 Weltmeisterschaftsspiele stattfanden. Bis heute wird in der Stadt gerne eine Geschichte aus der ersten Runde des UEFA-Cups 1986 erzählt. Der SSC Neapel war Gast des FC Toulouse. Nachdem Hin- und Rückspiel mit einem 1:0-Heimsieg zu Ende gegangen waren, musste die Entscheidung vom Punkt fallen. Ausgerechnet der frischgebackene Weltmeister Diego Maradona drosch den Ball an den linken Pfosten – Toulouse zog in die zweite Runde des Wettbewerbs ein.

Neben Fußball wird im Stadion von Toulouse auch Rugby gespielt. Für Spitzenspiele verlässt der heimische Stade Toulousain seine eigene Arena und gastiert hier. Zudem war der Rugby World Cup 1999 und 2007 zu Besuch in der Stadt an der Garonne.

2001 kam es in einer nahen Düngemittelfabrik zu einer schweren Explosion mit 31 Toten, deren Ursache bis heute nicht geklärt ist. Dabei wurde auch das Stadium Municipal beschädigt. Die anschließenden Sanierungsarbeiten dauerten ein halbes Jahr und kosteten mehr als 600.000 Euro. Die Chemiefabrik wurde danach abgetragen und stattdessen ein Krebsforschungszentrum errichtet, das 2014 eröffnet wurde.

Auf Sicherheit legt man im Stade de Toulouse besonderen Wert. Die bisherigen 39 Kontrollkameras wurden durch fast 150 moderne IP-Kameras ersetzt, die nicht nur die Ränge, sondern auch das Innere der Anlage wie Verkaufsstände und Flure und das weitläufige Areal systematisch überwachen. Die aufgezeichneten Bilder sollen für 15 Tage gespeichert werden, um bei Bedarf den Justizbehörden zur Verfügung gestellt zu werden.

[ut]


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