Paris

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Paris am Abend mit Blick auf den Eifelturm

Die französische Hauptstadt bildet den Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens. In dem zentralistisch organisierten Land führen quasi alle Wege nach – Paris. Die Stadt an der Seine beherbergt in 22 Stadtteilen – Arrondissements genannt – circa 2,2 Millionen Menschen. Außerhalb der Stadtgrenze in der umliegenden Metropolregion leben noch einmal 10 Millionen, damit ist die Region Île de France hinter London die zweitgrößte Metropole Europas. 

Eine erste Siedlung keltischen Ursprungs gab es bereits im dritten Jahrhundert unter der Bezeichnung Lutetia auf der Seine-Insel, auf der heute auch die Kirche Notre Dame steht. Während der römischen Besatzung bildete diese Siedlung die Keimzelle für die Entwicklung der Stadt Paris, die dann zügig Mittelpunkt des fränkischen Reiches wurde.

Auch wenn die Residenz der französischen Königs unter dem sogenannten Sonnenkönig Louis XIV im 17. Jahrhundert nach Versailles verlegt wurde, blieb Paris das Zentrum des Landes – und damit auch Zentrum der Französischen Revolution 1789 und der Gründung der Ersten Republik. Napoleon, der sich selbst zum Kaiser krönte. Der Aufstand der Pariser Kommune 1871 gegen die konservative Regierung. Die Zeit der Belle Epoque um 1900 mit zahlreichen kulturellen, architektonischen und sozialen Höhepunkten, die Besetzung durch die deutsche Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges, der politische Aufbruch der 1960er-Jahre, die wachsenden sozialen Konflikte seit den späten 1970ern und schließlich die Anschläge der vergangenen Jahre – Paris hat in seiner Geschichte viel gesehen. Heute ist die Stadt eines der wichtigsten städtischen Touristenziele weltweit und zieht jährlich über 47 Millionen Gästen an. Neben Unmengen von Museen für jeden Geschmack bieten auch zahlreiche wunderschöne Parks und Grünanlagen Platz zum Flanieren und zur Erholung.

So maßgeblich Paris in allen Lebensbereichen für Frankreich ist, eine ähnlich geartete Dominanz im Fußball existiert erst seit wenigen Jahren. Aktuell gibt es in der Ligue 1 mit Paris St. Germain (PSG) nur einen Verein aus Paris. Dieser entstand 1970 mit dem Ziel, die französische Hauptstadt auch im Fußball zum Mittelpunkt des Landes zu machen. Ältere Vereine wie Red Star Paris oder Racing Club hatten zuvor zwar immer wieder einzelne Titel erringen können, aber die Konkurrenz aus der Provinz wie die AS Saint-Etienne, Stade Reims oder der OGC Nizza hatten dennoch öfter die Nase vorn. Mit PSG versuchten verschiedene Geldgeber – vom Mitgründer, Modeschöpfer Daniel Hechter, über Canal+ bis zu einem US-Investor – ihr Glück, der ganz große, dauerhafte Erfolg blieb allerdings aus. Seit 2011 ist Qatar Sports Investment Mehrheitseigner, mit dieser üppigen finanziellen Hilfe dominiert PSG nun den französischen Fußball und ist auf dem Weg zu seinem vierten Titel in vier Jahren. In der zweiten französischen Liga spielen der 1897 gegründete Red Star Paris, Paris FC von 1969 und der Vorortklub US Creteil von 1936.

Sehenswert und wissenswert

  • Wenn die Pariser über ihre Stadt sprechen, benutzen sie mitunter die Bezeichnung „Paname“, ausgesprochen Panam, als Synonym für den Großbereich Paris. Hergeleitet ist der Begriff vom Panama-Hut, den die französischen Arbeiter und Ingenieure beim Bau des Panama-Kanals als neue Mode mit nach Paris brachten.
  • Erkundet die Start mit der Metro: Mit einem Ticket kann man durch ganz Paris fahren. Die Linie 2 und die Linie 6 verlaufen teilweise oberirdisch und man hat einen schönen Blick über die Straßen.
  • Den größten Flohmarkt der Welt findet ihr an der Porte de Clignancourt am Übergang zum Stadtteil Saint-Ouen. Hier bieten 1.700 feste Händler in großen und kleinen Läden auf 10 Hektar allen erdenklichen Nippes an – vom Handbohrer aus dem 18. Jahrhundert bis zum Flugzeugmotor aus den 1930er wird alles gehandelt. Hinter dem Flohmarktgelände liegt die Spielstätte von Red Star, das Stadion Bauer. 
  • Um vom Trubel der Großstadt abzuschalten bietet sich der Parc des Buttes-Chaumont an. Von dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs – etwas abseits der großen Touristenziele gelegen – hat man eine schöne Sicht auf das Künstlerviertel Montmartre und die Kirche Sacre-Coeur.
  • Interessiert ihr euch für Technik und Naturwissenschaften, dann stattet der Cité des Sciences et de l’industrie im Norden von Paris einen Besuch ab. Das Kontrastprogramm zu dem weitläufigen Gelände des Wissenschaftsmuseum ist ein anschließender Spaziergang an den umliegenden Kanälen.
  • Spaziert man vom Eiffelturm zu den Champs-Élysées, bietet sich das Musée du quai Branly für eine kulturelle Pause an. Das Museum für außereuropäische Kunst und Kultur präsentiert seit 2006 ethnologische Sammlungen und verfügt über einen schönen kleinen Park mit Ruhemöglichkeiten.

[db]


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